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Immer diese Anderen

17. Februar 2019

Dass so viel weggesehen wird, davor möchte man am liebsten die Augen verschließen.

Heute: Berlin, Roter Salon der Volksbühne, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Roman Israel, Heiko Werning, Jürgen Witte, Gott und mich, sowie den augenöffnenden Superstargästen Susanne Riedel (Der Frühschoppen) und Johanna Zeul (musikalisches Energiebündel)

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Freiwillige vor

15. Februar 2019

Der weltweite Siegeszug des ungeschminkten Kapitalismus sorgt ständig für neue Arbeitsplätze. Zum Beispiel in Sri Lanka, wo aktuell zwei Henker per Zeitungsannonce gesucht werden, vom dortigen Justizministerium. Man will den Vollzug der Todesstrafe wieder einführen, erst einmal für Drogendealer. Der philippinische Massenmörder Duterte hat den Präsidenten Sri Lankas bei einem Treffen von seiner Anti-Drogen-Kampagne ‚Einfangen, Verurteilen, Aufhängen‘ überzeugt. Könnte man eventuell sogar kostenneutral hinbekommen, meine ich, wenn man das Erhängen (oder alternativ Verbrennen?) öffentlich inszeniert und dafür Eintritt nimmt?

Tipp für heute: Justitia die Augen verbinden, damit sie das Elend nicht mit ansehen muss, falls das nicht schon jemand erledigt hat.

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Das kann doch wohl nicht wahr sein!

10. Februar 2019

Aufgrund eines fiesen Attentates, wir vermuten ja finstere Mächte, vielleicht sogar den Verband vegetarischer Geflügelzüchter dahinter, wird der von euch allen geliebte Sedlmeir heute leider nicht bei uns auftreten können. Ihn hat die extreme Kopfmuchte erwischt, ein widerliches Geschlörm, mit Schnupfen und Gliederschmerzen und sogar Temperatur, hochansteckend und darum wurde Herr Sedlmeir vom Allgemeinen Europäischen Bühnengericht (AEB) mit einem Auftrittsverbot belegt, einem Bann, zumindest für heute, Sonntag, den 10.02.. Man kann natürlich dagegen protestieren, das muss erlaubt sein und ist ja auch erlaubt, in einer Demokratie, wir allerdings sind zu faul und es regnet ja noch dazu, deshalb haben wir uns entschieden, still und heimlich für Ersatz zu sorgen. Und nun ratet mal, wer stattdessen erscheint. Oder guckt einfach eins, zwei Zeilen weiter unten.

Heute: Berlin, Roter Salon der Volksbühne, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Heiko Werning, Jürgen Witte, Gott und mich, sowie den extrem krankheitsresistenten Supergaststars Franziska Hauser (DEO – Des Esels Ohr) und Martin Goldenbaum (Rock ’n‘ Roll)

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Was würde wohl Freud dazu sagen (44)

9. Februar 2019

Geträumt, wir seien im Krummen Viertel von Berlin, einer armen Gegend kurz nach dem Krieg. Viele Juden wurden umgebracht. Unser Viertel ist von den Ungarn besetzt. Wir sollen neue Sitzbänke bauen. Wir haben zwar Juden geholfen, in der schlimmen Zeit, aber sie glauben uns nicht. Natürlich nicht. Es gibt kein Holz, woraus wir Sitzbänke bauen könnten, deshalb nehmen wir Puppen, wo Holz mit dran ist. Es soll regnen, viel regnen, wir müssen uns beeilen neue Sitzbänke zu bauen. Ich habe keine Ahnung, wie man so etwas macht. Wir brauchen eine Säge. Plötzlich sind Bretter da, sogar mit Bleistiftanrissen, wo man was sägen soll. Am Markt gäbe es auch eine Kreissäge. Ich soll hingehen und die Bretter zusägen. Es sind nur wenige Meter Luftlinie bis hin, aber weil wir im Krummen Viertel wohnen, muss man kompliziert laufen. Es droht ein Gewitter. Ich stehe vor der Kreissäge und weiß nicht, wie man sie bedient. Ich schiebe ein Brett rein, die Maschine sieht eher wie eine Schneidemaschine aus, eine Papierzuschneidemaschine aus der Druckerei (ein Ofen?!). An dem Brett hängt auch eine Puppe mit dran. Ich stelle wild an Knöpfen herum und drücke auf welche. Irgendwann sägt die Maschine los. Natürlich nicht so, wie ich es will, aber ich weiß jetzt, wie es geht, habe aber kein Brett mehr. Ich muss zurück und es regnet. Ich werde es nicht schaffen. Wie konnte das nur geschehen? Die Straßenbahnen ziehen merkwürdig runde Anhänger hinter sich her.

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Ruth Herzberg, Foxy Freestyle, Sebastian Lehmann, Dan Richter und mich

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Wenn ich heute Geburtstag hätte…

5. Februar 2019

… würde ich ein Jahr älter sein.

Heute: Berlin, Wabe, 20 Uhr: Krummer Dienstag ’51 Jahre Brot‘ (Ahne liest, singt und trinkt) olle Kamellen jemüscht mit neue Sachen für kleenit Geld und kleene Geista (zun Beispiel Nachtjespensta)

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Gewalt zahlt sich aus

4. Februar 2019

Gespannt wartet heute die Welt, wie die Bundesregierung sich zum Machtkampf in Venezuela verhält. Wird sie Präsident Maduro auffordern zurückzutreten und das Amt seinem Herausforderer Guaido zu übergeben? Das Land ist am Ende, meiner Meinung nach muss es dort einen Neuanfang geben und dieser kann sicher nicht mit jenem zumindest inkompetenten alten Präsidenten erfolgen. Merkwürdig aber finde ich, dass parallel der Bundeswirtschaftsminister Altmeier in Ägypten weilt und dort dem blutrünstigen Diktator al-Sisi, auf dessen Konto tausende Tote gehen, der jegliche Opposition einkerkern lässt, zur errungenen Stabilität gratuliert und sich noch bessere wirtschaftliche Zusammenarbeit wünscht. Zumindest ehrlich könnte man mal sein und sagen, dass es ihnen wirklich scheißegal ist, ob irgendwo Demokratie und Menschenrechte herrschen, dass es einzig und allein darum geht Geschäfte zu machen.

Heute: Berlin, Periplaneta, 20 Uhr: Vision & Wahn, Lesebühne mit Marion Alexa Müller, Thomas Manegold und Robert Rescue, sowie Kristof Mitkundf und mich als Gästen

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Altern aktuell (1)

3. Februar 2019

Mit zunehmender Reife lassen ja alle möglichen Dinge nach, der Sexualtrieb, die Sehkraft, das Denkvermögen, nur der Appetit, der versteht es sich dem Abrieb der Zeit erfolgreich zu widersetzen. Letzte Woche habe ich zum ersten Mal einen Kuchen gebacken, also ohne so ’ne Backmischung. Einen Zimt-Apfel-Streuselkuchen mit Buttermilch und Rohrohrzucker. Ganz gesund! Gut, sagen wir, zumindest gesund sich anhörend. Es hat sogar alles halbwegs geklappt, bei meinen motorischen Fähigkeiten nicht unbedingt erwartbar, lediglich bei den Streuseln (und ich liebe doch Streusel!), also da, wenn ich ehrlich bin, bin ich da noch immer ein wenig sauer auf die Internetseite ‚Go feminin‘, denn auf dieser stand geschrieben, für die Streusel brauche man 100 g Zucker, 1 Teelöffel Zimt und einen Teelöffel Butter und dieses müsse man einfach nur kneten und kneten und die Knetbatzen dann über den Teig verstreuen. Also knetete ich und knetete aber es wollten keine Knetbatzen entstehen. Irgendwann kippte ich entnervt das Zeug über den Teig rüber, wo es im Ofen zerlief, also nix mit Streusel. Ein paar Tage später verriet mir jemand, es hätte sich wohl um französische Streusel gehandelt, die ergäben immer so ’ne Kruste auf dem Kuchen. Stimmt das, oder wollte mich da wer verarschen?

Heute: Berlin, Roter Salon in der Volksbühne, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Roman Israel, Jürgen Witte, Gott und mich, sowie den ewig jungen Superstargästen Spider (L.S.D. – Liebe statt Drogen) und Max Rademann (Sax Royal)

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Einerseits, andererseits

1. Februar 2019

Ich habe ja grundsätzlich Sympathie für den momentan in Berlin umworbenen ‚Volksentscheid für gesunde Krankenhäuser‘. Allerdings frage ich mich schon, wo sollen die ganzen Kranken denn dann hin?

Tipp für heute: Barmherzig sein.

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Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

31. Januar 2019

„Mama, wo sind wir hier?“

‚Im Zug!“

Tipp für heute: Ein Konto ausrichten.

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Sätze seltsamer Schönheit (131)

30. Januar 2019

„Glück ist nur ein Kunstbegriff für den flüchtigen Zustand, der die vorübergehende Abwesenheit einer höheren Vernunft bezeichnet, die sich aus dem Wissen um die schützende Kraft einer grundsätzlichen pessimistischen Niedergeschlagenheit speist.“ Uli Hannemann in ‚Eintracht Braunschweig – Fußballfibel‘

Heute: Kaiserslautern, Kammgarn, 20 Uhr: Slam-Poeten, ein Abend mit Sarah Bosetti, Andre Herrmann, Volker Strübing und mich

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