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Wofür gibt es eigentlich den Internationalen Gerichtshof?

26. März 2017

Dran denken heute. Es ist jetzt immer früh eine Stunde später als abends oder so. Wegen der Zeitumstellung. Keine Ahnung, was das bringen soll, aber egal, wissen die anderen ja auch nicht. Schon lustig, es gibt mittlerweile fast niemanden mehr, der daran etwas Positives entdecken kann. Trotzdem, man kann die Zeitumstellung nicht abschaffen, denn es müssen alle EU-Länder zustimmen und da gibt es zwar auch kein Land, was die Zeitumstellung verteidigt, wohl aber welche, die jenes Problem nicht auf ihrer Prioritätenliste ganz oben haben. Deshalb wird das wahrscheinlich erst 3055 aufgehoben, ungefähr. So lange sterben die armen Tierchen weiter, die nicht damit rechnen, dass der Berufsverkehr plötzlich eine Stunde früher einsetzt. Ich klage an!

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr (also für Freunde der konservativen Zeitrechnung 19 Uhr): Reformbühne Heim & Welt mit Jürgen Witte, Falko Hennig, Heiko Werning, Jakob Hein und mich, sowie den extrem niedlichen Superstargästen Carsten Lisecki (Oscar-Preisträger-der-Herzen) und Sedlmeir (Rock’n Roll)

 

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Und was liest man in der Zeitung dazu: Nichts!

24. März 2017

Ich war vorgestern in einem Medienempfangsgerätefachgeschäft und wollte dort so ein Televisionsapparat erstehen und da sagte mir der Verkäufer doch hinter vorgehaltener Hand, dass ab September wohl sämtliche Privatsender von der Bildfläche verschwinden werden, also angefangen bei Juwelo TV, über Disney Channel und Pro 7, bis hin zu N24, Bibel TV und 1,2,3 der Einkaufskanal. Das sei bisher noch geheim, aber ähnlich wie Erdogan in der Türkei wolle die Regierung nun auch hier in der BRD die gesamte Medienlandschaft gleichschalten, was bisher noch geheim sei und ich solle das mal besser auch für mich behalten, denn das sei alles andere als ungefährlich. Musste ich ihm versprechen, dachte dann aber: ‚Mannometer, hier hört doch sowieso niemand zu, nur allerengste Freunde‘, deswegen, jedoch bitte lediglich an vertrauenswürdige Personen, okee?

Tipp für heute: Schon mal Demo-Schilder basteln: ‚1,2,3 der Einkaufskanal muss bleiben!‘

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Sätze seltsamer Schönheit (113)

19. März 2017

„Die, die da ist, nehm ich und die andere hab ich nicht.“ (Christian Streich, Übungsleiter des SC Freiburg auf die Frage „Woher nehmen sie eigentlich ihre Energie?“)

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Jakob Hein, Jürgen Witte, Heiko Werning und mich, sowie den sturmerprobten Superstargästen Isabelle Wilck (Schweiz) und Manfred Maurenbrecher (BRD)

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Auf hunderttausendfachen Wunsch (69)

18. März 2017

Hier die Spielliste meines gestrigen Liedermachermagazines

  1. Bernd Neuwerk – Irrtum
  2. Garish – Im Fieber
  3. Björn Beton – Depressionen aus der Hölle
  4. Berlinska Droha – Happy Control
  5. Little Simz – Marilyn Monroe
  6. Jan von Im Ich – Graues Blut
  7. Alexandra – Sag mir, was du denkst
  8. Balbina – Unterm Strich
  9. Christiane Rösinger – Eigentumswohnung
  10. Judith Holofernes – Der Krieg ist vorbei
  11. Gruppa Karl Marx Stadt – Arbeitslos
  12. Sedlmeir – Kriminalität
  13. Eliades Ochoa – All along the watchtower

Heute: Eberswalde, Paul-Wunderlich-Haus, 10:30 Uhr: ‚Guten Morgen Eberswalde‘ Ahne liest, singt und trinkt eine ganze Stunde und unterhält sich dann auch noch und unterschreibt seine Bücher (wenn das jemand will)

und danach

Greifswald, Koeppen-Haus, 20 Uhr: ‚Schockstarre Zukunft‘ (Ahne liest, singt und trinkt) neue Texte, alte Schlager, Bier

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Danke heißt bedankt (zumindest auf Niederländisch)

17. März 2017

Es gibt ja Menschen, die behaupten, der Erdogan wäre schuld, dass die Niederlande in der EU bleiben und es der Rassist Geert Wilders nicht schaffte die Regierung zu übernehmen, und zwar dadurch, dass er das Land der Frittierbollen und Eisschnellläuferinnen pauschal als Nazibrut bezeichnete und der dort amtierende Präsident Rutte sich so als harter Hund profilieren konnte, doch weit gefehlt. In Wahrheit nämlich hat unsere Tochter Geert Wilders Chancen dezimiert. Am Dienstag zeigten sie ein Foto des Rechtsaußens in der Kindernachrichtensendung ‚Logo‘  auf dem Kinderfernsehkanal ‚Kika‘ und da musste unsere Kleine so dermaßen lachen, obwohl sie gar nicht wusste wer das war, und steckte zuerst uns, dann Berlin, schließlich Norddeutschland und am Ende sogar mindestens 87 % der niederländischen Bevölkerung an. Bedankt euch also gefälligst bei ihr.

Heute: Berlin, Potsdam und Internetz, Pi-Radio auf Radio 88vier, 21-22 Uhr: Ahnes Liedermachermagazin (das Liedermachermagazin mit Ahne) Ausgabe 74

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Marzahn in Mitte

15. März 2017

Ich weiß, es gibt Wichtigeres, aber ich wohne nun mal in der Nähe des Rosa-Luxemburg-Platzes und heute morgen musste ich nun sehen, dass dort mein Zeitungskiosk abgerissen worden ist und warum? Das durfte ich in der Berliner Zeitung nachlesen. Der Suhrkamp-Verlag nämlich baut ein neues Verlagsgebäude und wie das dann aussehen wird, war gleich nebenan, auf einer Animation zu erkennen. Funktional und formschön. Jedenfalls könnte man es so bezeichnen, sollte man auf DDR-Plattenbauten aus den siebziger Jahren stehen. Woanders werden sie abgerissen, hier schießen sie neu aus dem Boden. So weit, so schlecht. Lustig aber die Information, dass innerhalb dieses Gebäudes auch ein Spätkauf eröffnen solle, was, laut Aussage des Journalisten, hervorragend in die Gegend passe, da hier viele Hostels residieren und Touristen unterwegs seien. Der gute Mann ist anscheinend nie in der Gegend gewesen, ansonsten wüsste er, dass im Umkreis einiger Katzensprünge bereits etwa 100.000 Spätkäufse existieren, von denen sich die Anwohner verwundert fragen, wie die eigentlich alle überleben können. Doch nun ja, wir kleinen Leute können ja eh nichts ausrichten, die da oben machen ja sowieso was sie wollen. Heul, heul.

Tipp für heute: Sich darüber freuen, dass der Verlag ankündigte, er wolle außerdem noch einen neuen Strauch pflanzen, für jene dort wegfallende Parkanlage, hurra!

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Titel der Woche

14. März 2017

‚Elfenbeinturm U-Bahnhof‘ (so könnte man sein neues Album nennen, oder sein neues Buch, oder ein Seminar, kann man natürlich auch irgendwo raufdrucken, oder sprayen, oder was gerade in ist).

Tipp für heute: Lieber doch nicht.

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Gefallene Heldin

12. März 2017

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf es mich, als ich letzten Freitag im von mir favorisierten TV-Programm U-Bahnfernsehen lesen musste, dass die herausragende Schauspielerin Karoline Herfurth, unter anderem bekannt aus, was weiß ich, der Intellektuellen-Postille ‚Gala‘ gestanden haben soll, sie hätte mal einen ‚Hello-Kitty-Stift‘ in einem Kaufhaus mitgehen lassen. Man, man, man! Wer ist denn jetzt überhaupt noch ein Vorbild? Karoline Herfurth, ehrlich, so etwas sagt man doch.., ich meine, so etwas macht man doch nicht. Nicht einen einzigen Stift übrigens, nicht einmal einen ‚Hello-Pitti(platsch)-Bleistift‘ hat unser heutiger Stargast bei der Reformbühne Lüül stiebitzt, jedenfalls hat er es bisher niemandem verraten. Verraten kann ich aber, dass er bereits mit Ash Ra Temple, mit Nico, den 17 Hippies, der Kapelle ‚Verlorene Unschuld‘ und auch solo ganz hervorragende Lieder sich aus dem Knie leierte. Bin gespannt wie Bolle und hoffe, ihr lasst euch das nicht entgehen.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jakob Hein, Jürgen Witte und mich, sowie den herzallerliebsten Superstars Franziska Hauser (26) und Lüül (62)

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Offizielle Verlautbarung in Richtung Bosporus

9. März 2017

Deniz Yücel muss frei gelassen werden! Das fordere ich hiermit, also mit diesem Beitrag. Nicht nächstes Jahr, nicht nächsten Monat, nicht nächste Woche, auch nicht morgen, sondern heute, unverzüglich! Er hat überhaupt nichts gemacht. Also nichts Schlimmes. Und wenn sie, sehr geehrter Präsident Tayyip Recep Ürgendwas, meiner Aufforderung nicht umgehend nachkommen, werde ich Schritte einleiten, dann nämlich wird es Konsequenzen geben. Welche das sein werden verrate ich noch nicht. Das wird eine Überraschung. Aber keine angenehme, jedenfalls für sie. Und falls sie jetzt denken: „Ha ha ha, bestimmt Juckpulver“, nein, Terrorismus ist meine Sache nicht.

Heute: Berlin-Neukölln, Posh Teckel, 20 Uhr: Voland & Quist Literatursalon mit Nadja Schlüter (sie liest aus ihrer Geschichtensammlung ‚Einer hätte gereicht‘) und mich (Moderation)

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Er kann eben nicht anders

8. März 2017

Allen Frauen und allen, die sich dafür halten, wünsche ich heute alles erdenklich Gute zum Internationalen Frauentag. Die vier Zahnarzthelferinnen vorhin in der Praxis waren richtiggehend überrascht, als ich ihnen zu ihrem Ehrentag gratulierte. Ich weiß, gehört sich heutzutage nicht mehr, heutzutage kämpft ja jeder für sich alleine, für seine eigenen ureigenen Rechte, für seine Interessen, die ja mit den Interessen der anderen kollidieren und mit ’ner Blume oder einer Schachtel Pralinen im Knopfloch kann man nicht, oder jedenfalls schlecht nur, kämpfen. Aber ach, seht es mir nach, ich hänge so an alten Traditionen und bin doch ein hoffnungsloser Romantiker. Und manchmal, vor dem Einschlafen, stelle ich mir sogar vor, wie wir alle zusammen über eine Frühlingswiese laufen und das für haargenau denselben Lohn, nämlich keinen.

Tipp für heute: Schon mal mit Zäunen die eigene Frühlingswiese abgrenzen, damit die niemand anders benutzen kann.

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