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Sätze seltsamer Schönheit (124)

18. April 2018

„Gehässigkeit ist das Brot der Welkenden.“ der von mir hoch geschätzte Dichter und Denker Uli Hannemann

Heute: Berlin-Neukölln, Klunkerkranich, 20 Uhr: Uli Hannemann und Ahne lesen, singen und trinken das Allerallerschönste auf dem Dach der Welt (Neukölln)

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Was würde wohl Freud dazu sagen (40)

17. April 2018

Geträumt, ich sei Pfarrer und müsse in den Außenbezirken Berlins predigen. Und zwar bei Neptunfesten in Freibädern. Auf dem Rückweg will ich einen Berg hoch. Zum Glück steht am Fuße ein elektrischer Rollstuhl. Ich bin zwar nicht gehbehindert, denke aber: ‚Hey, wenn er schon da steht, kann ich ihn auch benutzen.‘ Es ist wirklich ziemlich einfach mit ihm und ich fahre gleich noch weiter bis zur nächsten S-Bahn-Station. Lasse ihn dort auf dem Bahnsteig stehen. Von der S-Bahn muss ich in einen Bus umsteigen. Kurz bevor die Türen des Busses sich schließen, kommt eine Frau angerannt, die gerade noch so in den Bus hineinspringen kann. Der Busfahrer kontrolliert die Fahrscheine. Er sagt zu der Frau: „Sie wissen aber schon, oder, dass ich sie auch wieder aus dem Bus schmeißen könne? Als Fahrgast habe man lediglich ein Anrecht auf Beförderung, wenn man sich vor dem planmäßigen Eintreffen des Busses an der Haltestelle befinde.“ Ich mische mich ein mit der Bemerkung, dass ich mir dies nicht vorstellen könne. Daraufhin wendet er sich mir zu und unser Streit mündet in meiner Aussage, er könne mir gerne einen Strafzettel über 60 € ausstellen, plus einer Protestgebühr von 50 €, welche ich zwar nicht dabei habe, aber ich sei mir sicher den Prozess zu gewinnen, wenn er jenen Grund auf dem Strafzettel notiere. Und seinen Namen. Und seine Unterschrift. Dies tut der Typ und lächelt dabei. Als wir weiter fahren, bin ich mir plötzlich gar nicht mehr so sicher, den Prozess wirklich gewinnen zu können und verfluche meine gottverdammte Rechthaberei und dass ich mich immer überall einmischen muss. Laut sage ich: „Scheiße!“ Und dies als Pfarrer.

Heute: Berlin, Schokoladen, 21:30 Uhr: L.S.D. – Liebe statt Drogen mit Uli Hannemann, Spider, Tube, Ivo Lotion und u.a. mich als Gast

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Auf Holz klopfen

15. April 2018

Es ist schon merkwürdig, trotz vollkommen irrer Typen, die gerade wieder mal beweisen müssen, wer den Größten hat, also Daumen, um auf irgendwelche Knöpfe drücken zu können, mit denen Waffensysteme ausgelöst werden, scheint alles andere zumindest in den nicht unmittelbar davon betroffenen Ländern vollkommen ruhig seinen Gang zu gehen. Autorennfahrer drehen dröhnend ihre Runden, Hipster frisieren sich Bärte und in unserer Straße brechen die ersten Blüten der japanischen Zierkirsche auf. Dabei gibt es die Massen an Atomwaffen noch immer. Mal lieber beide Daumen drücken, also nicht auf irgendwelche Knöpfe, die was auslösen könnten, sondern einfach nur so.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jürgen Witte, Falko Hennig, Jakob Hein, Gott und mich, sowie den verdammt friedliebenden Superstargästen Frederic Valin (Botschafter der Liebe) und The Knorke (Internationaler A-Capella-Pop aus Manchester)

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Sätze seltsamer Schönheit (123)

13. April 2018

„Die Jugendlichen heute, die wissen echt nichts mehr, die lesen ja gar keine Zeitung mehr, okay, habe ich damals auch nicht gemacht, also Zeitung gelesen, ich wusste echt gar nichts, aber ich habe zumindest geahnt, dass es da eine Außenwelt gibt.“ (ein schwer enttäuschter Vollbartträger in der Choriner Straße zu seinem vollbarttragenden Freund)

Tipp für heute: Sich an die eigene Nase fassen.

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Dringend!

10. April 2018

Achtung! Achtung! Achtung! Falls jemand eine Kindertafel besitzt, oder jemanden kennt, der oder die eine Kindertafel sein eigen nennt, eine Kindertafel, auf welche man mit Kreide etwas malen könnte und die weder mit roten Streifen, noch mit grünen Punkten oder lila Kreisen verziert ist und, jetzt kommt ’s, die er oder sie mir und einem Ensemble zur Aufführung eines demnächst weltberühmt werdenden Kriminal-Musicals (ja, das gibt es, haben wir erfunden) zur Verfügung stellen würde, dann möge sie oder er sich doch bitte hier melden, mit einem Chiffre, was weiß ich, huhu oder so und dann würde ich mit dieser Person gerne persönlich Kontakt aufnehmen. Es winkt eine Freikarte für die Premiere von, haltet euch fest, ‚Rache!‘.

Heute: Berlin, Schokoladen, 21:30 Uhr: L.S.D. – Liebe statt Drogen mit Ivo Lotion, Tube, Spider, Uli Hannemann sowie den Gästen Franziska Hauser und mich

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Das hätte man doch auch anders formulieren können

8. April 2018

Kurz war ich bestürzt, als ich die Schlagzeile in der Berliner Zeitung las „Syrische und russische Jets greifen Duma an“. Dachte, ein Putsch? Mit syrischer Unterstützung? Und warum wird das nur in einem kleinen Artikel in der Randspalte abgehandelt? Doch dann las ich das Kleingedruckte darunter: „Bei Luftangriffen auf die syrische Stadt Duma sollen mindestens 27 Zivilisten getötet…“. Ach so. Ach dann. Eine Stadt in Syrien also. Alles klar.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Jürgen Witte, Falko Hennig, Gott und mich, sowie den bedeutenden Superstargästen Martin Betz (Dienstagspropheten) und Thomas Felder (schwäbischer Protestsänger)

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Poesie zum Träumen (119)

4. April 2018

Sonne

Sonne Sonne Sonne

Fliegen

Sonne Sonne Sonne

Fliegen fliegen

Sonne Sonne Sonne

Fliegen

Sonne

Fliegen fliegen herum

Fidibumm

Heute: Potsdam, Spartacus auf dem freiLand, 20 Uhr: Potshow mit Sebastian Lehmann, Marc-Uwe Kling und ihren Gästen Andre Herrmann und mich

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Was ich finde

3. April 2018

Ich finde, Menschen sollten gut sein. Gut zu sich, aber auch gut zu anderen. Aber, Menschen sollten auch schlecht sein, finde ich. Damit andere Menschen sich besser fühlen können.

Heute: Berlin, Schokoladen, 21:30 Uhr: L.S.D. – Liebe statt Drogen mit Uli Hannemann und Ivo Lotion sowie den Gästen Lea Streisand, Dan Richter, Mandana und mich

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‚Sätze seltsamer Schönheit (122)‘ meets ‚Was würde wohl Freud dazu sagen (39)‘

1. April 2018

„Hätte ich vielleicht mal Jeff Clooney kennen lernen müssen, damit der ‚Dosenbier‘ ins Kino bringt, eine Parabel über die Sinnlosigkeit von Parabeln.“ (ich im Traum zu einer Person, an welche ich mich nicht mehr erinnern kann)

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Jürgen Witte, Gott und mich, sowie den sinnvollsten Superstargästen seit Urzeiten Eva Mirasol (Rakete 2000), Konrad Endler (Surfpoeten) und Entertainment for the Braindead (schöne Musik)

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Von der CSU lernen heißt, …ja, was eigentlich?

29. März 2018

Die so genannten Christlich-Sozialen aus Bayern haben versucht rechts zu punkten, indem sie ein „Heimatministerium“ aus der Taufe hoben, erklärten „der Islam gehöre nicht zu Deutschland“ und jetzt ein Foto in der Presse lancierten auf welchem ausschließlich ältere, heterosexuelle (hi hi, hab ich einfach mal mir hinzu ausgedacht), weiße Männer zu sehen gewesen waren. Somit lösten sie wie erwartet einen Ministurm der Entrüstung bei Teilen der liberalen Öffentlichkeit aus. Genauestens kalkuliert, denke ich mal. Und so versucht es nun auch die SPD, scheinbar, bloß eben bei der linken Klientel, die wohl ganz früher mal für diese erreichbar gewesen sein muss. Man wolle „ein solidarisches Grundeinkommen“ einführen, statt Hartz IV, heißt es. Dass es sich bei diesem Grundeinkommen um den Mindestlohn handelt, welchen man bekommt, wenn man an „der Gemeinschaft dienender Arbeit“ teilnimmt, erfährt man erst, falls man sich näher damit beschäftigt. „Der Gemeinschaft dienender Arbeit“? Gab es doch alles schon mal. Hieß damals ABM. Hat nichts mit „solidarisch“ und „Grundeinkommen“ zu tun, aber okay, man kann es ja mal versuchen, die Leute so hinters Licht zu führen.

Tipp für heute: Beim nächsten Mal vielleicht einfach noch ’ne rote Nelke ins Knopfloch stecken.

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