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Hat ihn etwa jemand geschubst?

22. Juni 2017

Erst Helmut Kohl und jetzt auch noch Gunter Gabriel, hört denn das Sterben niemals auf? Wer lebt denn jetzt überhaupt noch? Ja, Gunter Gabriel ist tot. Gestorben nach einem Treppensturz. Er war sicherlich einer der bedeutensten Sänger, die wir je hatten, „deutscher Elvis Presley“ wurde er genannt, „deutscher Frank Sinatra“, „deutscher Johnny Cash“, doch war er wesentlich mehr als nur das. ‚Komm unter meine Decke‘, ein Song, welcher die Welt veränderte, dies kann man wohl ohne zu übertreiben behaupten. Ich werde, ihm zu Ehren, am Sonntag bei der Reformbühne ein Lied vortragen, an welchem nicht nur er, sondern auch andere prominente Lichtgestalten, die wir unendlich vermissen, wie Juliane Werding oder Bob Dylan (u.a.) mitgeschrieben haben. Möge unser „Gunti“, wie wir ihn nennen, ein Hausboot im Himmel vorfinden.

Tipp für heute: Vom Boss mehr Geld verlangen.

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Traditionspflege

18. Juni 2017

Eine gute alte Tradition ist das Teilnehmen am ‚Langen Tag der Stadtnatur‘. Circa alle fünf Jahre unternehmen wir eine Schiffspartie mit dem bekannten Berliner Naturerklärer und Mauerseglerfreund Derk Ehlert. Mit uns natürlich auch Hunderte andere an Bord, die sich dicht gedrängt auf dem Oberdeck stapelten, um seinen Ausführungen lauschen zu können. Meine Tochter und ich, wir beide verzogen uns dagegen ins Unterschiff, in den Maschinenraum, Quatsch, ins Restaurant, wo wir Hummer mit gepökelten Aalaugen aßen und zwar als einzigste (einzige sagt doch niemand!). Wir waren vollkommen alleine dort unten, bis auf den Kellner. Trotzdem bekam man Derks Ausführungen gut mit, sie wurden in perfekter Qualität nach unten übertragen. Das meiste kannte ich bereits, doch es gibt auch immer wieder Neuigkeiten, so zum Beispiel, dass die Bachforellen in Berlin Einzug gehalten haben und mittlerweile nicht mehr Helgoland der größte Brutplatz für Möwen ist, sondern, wer hätte das gedacht, ein ehemaliges Braunkohleabbaugebiet in der Lausitz. Auf dem Bundeskanzleramt brütet übrigens eine Sturmmöwe, ein Zeichen?

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Heiko Werning, Jürgen Witte, Jakob Hein und mich, sowie den sturmerprobten Superstargästen Christoph Theussl (Österreich/München) und Johannes Krätschell (Berlin)

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Tief betroffen

17. Juni 2017

Viel zu früh ist er von uns gegangen, Helmut Kohl. 87 Jahre ist er lediglich alt geworden. Ich bin traurig. Er war einer der letzten großen Politiker unseres Landes. Die heutigen, die können da einfach nicht mehr mithalten. Was sind schon Merkel, Gysi, Schwesig oder Seehofer gegen Lichtgestalten wie Hans Apel, Jürgen Möllemann, Günther Mittag, Andy Borg oder eben Helmut Kohl. Wenn Kohl damals etwas sagte, hörten automatisch alle auf zu tuscheln. Kam er im Fernsehen, wurde umgeschaltet, ein wahrer Straßenfeger waren seine Beiträge in Gesprächsrunden oder seine legendären Reden im Bundestag. Auch international wurde er geschätzt, verehrt wie kein Zweiter. Der Dalai Lama, Nelson Mandela, Napoleon Bonaparte und Janis Joplin etwa gehörten zu seinem Freundeskreis, dem engeren Zirkel, ließen sich öfter mit Helmut Kohl beim Grillen im Garten fotografieren. Helmut Kohl hat die Welt mehr verändert, als man das ohne zu übertreiben behaupten kann. Er beendete den Zweiten Weltkrieg, auf friedliche Art, was ihm vorher niemand zugetraut hätte, gründete die Europäische Gemeinschaft, baute die Transsibirische Eisenbahn und bereitete die Elektrifizierung des gesamten ostpazifischen Raumes vor. 17 mal wurde er zum Kanzler gewählt, bis so eine dumme Schnepfe ihn mithilfe einer selbst ausgedachten Lüge vom Thron stürzte. Helmut Kohl. Kanzler der Herzen. Vielleicht, wenn wir uns mal besinnen, das hätte er glaube ich ganz gerne, vielleicht sollten wir einfach mal eine Woche darauf verzichten zu lachen. Oder ein Jahr. Das wäre gut.

Tipp für heute: Einfach mal aufs Lachen verzichten.

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Zitate berühmter Popsongs (2)

16. Juni 2017

„Ich war ganz hinten an der Front“ aus dem Lied ‚Katzen‘ von der LP ‚Das Ziel ist im Weg‘  gesungen, getextet und komponiert von Mine

Heute: Berlin-Schöneberg, Dantra’s, 20 Uhr: ‚Lass uns da mal hingehn‘ Lesebühne mit Jürgen Beer, Christoph Theussl und mich als Gast

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Von euren Gebühren

15. Juni 2017

Wen es interessiert, heute wird innerhalb des RBB-Fernseh-Kulturmagazines ‚Stilbruch‘, Start 22:15 Uhr, ein etwa sechsminütiger Beitrag zu meiner demnächst beginnenden Stadtschreiber-Tätigkeit in Rheinsberg gesendet. Mit ’n Zug von Lichtenberg, an Lidl vorbei, Gespräche mit Bürgern, bisschen Pomp und Bockwurst. Neben mich wirken außerdem Kathrin Schmidt und Dr. Peter Böthig mit. Jibt selbstvaständlich schwere Konkurrenz auf den anderen Fernsehkanälen, ‚Global Gladiators‘ looft uff Proff 7, ‚Frauentausch‘ uff RFT 2 und rätselhafte Phänomene kann man während der Sendung ‚Rätselhafte Phänomene‘ uff Dquatsch bestaunen. Habta die Qual der Wahl, ick weeß, und Intanet jibs ja ooch noch.

Tipp für heute: 22 Uhr uff Deutschlandradio-Kultur ‚Romantische Chormusik‘.

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Überraschungen, wie ich sie liebe

11. Juni 2017
  1. Du öffnest den Rollkoffer und er ist gefüllt mit Kartoffelbrei.
  2. Du wachst auf und bist wieder 17, hattest noch nie Sex gehabt, die DDR wird 36 Jahre alt und du musst zur Frühschicht, 5 Uhr 45, in die Druckerei ‚Neues Deutschland‘.
  3. Als du in den Pfirsich beißt, stirbt Dieter Bohlen.
  4. Du wachst auf und bist 49, hattest noch nie Sex gehabt, die DDR wird 68 Jahre alt und du musst zur Spätschicht, 14 Uhr 40, in die Druckerei ‚Neues Deutschland‘.
  5. Als du dem Paketboten die Tür öffnest, gießt der dir einen Humpen Bier über den Kopf, weil du Meister geworden seist.
  6. Im Papierkorb liegen 100.000 Euro.
  7. Die Frau im Bett neben dir erzählt, dass sie total verknallt wäre, und zwar in Gott, mit dem sie dich bloß verwechselt habe.
  8. Rülpsen wird olympisch.
  9. Als der Henker dir den Strick um den Hals legt, gesteht er, dass er sämtliche deiner Bücher gelesen hat.
  10. Neuesten wissenschaftlichen Studien zufolge wird ab sofort alles besser.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Jürgen Witte, Heiko Werning, Falko Hennig und mich, sowie den Überraschungsstargästen Chio Schuhmacher (Zuckerklub) und Herr Horst (Herr Horst)

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Graffitis, die uns zum Nachdenken anregen (2)

10. Juni 2017

„Popelismus Verpißmus“ (gesehen am Bauzaun des neuen Verlagsgebäudes vom Suhrkamp-Verlag, Rosa-Luxemburg-Platz)

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Andreas Kampa, Meikel Neid, Clint Lukas, Dan Richter und mich

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Ahne von Rheinsberg

7. Juni 2017

Jetzt ist es raus, ja, ich werde Stadtschreiber von Rheinsberg. Kann mir nun also nicht mehr in die Vita schreiben: „Keine Preise, keine Stipendien“. Egal. Das Leben wird auch so weiter gehen. Auch mit dem vielen Geld und dem ganzen Ruhm.

Heute: Berlin, Klub der Republik, 21 Uhr: Die Surfpoeten mit Konrad Endler, Isa, Tube und DJ Falk’n’Roll, sowie mich als Meikel-Neid-Ersatz

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Sätze seltsamer Schönheit (115)

4. Juni 2017

„Ich weiß nicht, woher die kein Geld hat.“ (eine nachdenkliche Berlinerin)

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Jürgen Witte und mich, sowie den topinformierten Superstargästen Jacinta Nandi (Surfpoeten) und Ivo Lotion (L.S.D. – Liebe statt Drogen)

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Warum nicht mal 12 oder 15 Tage?

1. Juni 2017

Wie ich aus gut unterrichteter Quelle erfahren habe, überlegt Trump nicht nur das Pariser Klimaschutzabkommen aufzukündigen, sondern auch die Unterteilung der Woche in Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend und Sonntag. Dies gefährde Jobs in Amerika.

Heute (damit ist der 2. Juni gemeint): Berlin, KvU, 20 Uhr: 30 Jahre KvU, Benefizveranstaltung mit vielen, vielen, vielen Leuten (icke starte gegen 22:45 Uhr)

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