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Glückwunsch Glückspilz!

22. Oktober 2017

Falko Hennig, der heute 48 Jahre alt geworden ist, hat doch gestern auf der Straße tatsächlich einen Klumpen Gold gefunden. Keinen Riesenklumpen, eher einen normalen, aber immerhin. Gold! Das gab vielleicht ein Hallo! Ist er natürlich heute früh gleich los, nach Paris, der Stadt der Liebe, um zu einem Konzert der Rentnergruppe ‚The Rolling Stones‘ zu gehen. 8.000 Mark! Eine Karte! Eine einzige Eintrittskarte! Dachte ich erst, dies wäre ein Scherz. Aber hängt wohl damit zusammen, dass die Plätze in den Pflegeheimen immer teurer werden oder auch mit dem Butterpreis. 1,99! Und ich hab gestern in den Kuchen gleich zwei Stück davon reingehauen, also Butter. Na ja. Auf jeden Fall kann Falko heute nicht zur Reformbühne kommen und ihr müsst mit dem Gratulieren bis nächsten Sonntag warten. Oder aber ihr gratuliert einfach mir. Ich leite das dann weiter.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Jürgen Witte und mich, sowie den außerordentlich angesagten Supergaststars Katharina Greve (Gewinnerin des Deutschen Cartoonpreises), Jacinta Nandi (Botschafterin der Liebe) und Don Potter (Punkrock mit Herz)

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Hurra!

19. Oktober 2017

Es kommt ja nicht allzu häufig vor, dass die legendärste, älteste, beste und angeberischste Lesebühne der Welt, nämlich die Reformbühne Heim & Welt, durch eben jene zieht, um die größten, besten und zuschauerträchtigsten Arenen zu bespielen. Genau genommen passiert dies gar nicht. Aba denkste! Heute nämlich ist so ein Tag. Ich habe meine Stellung als Stadtschreiber genutzt um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, in anderen Ländern Korruption genannt, und die alte und manchmal etwas mürrische Herrenriege nach Rheinsberg gelockt. Fragt nicht wieviel Geld unserem gebrechlichen Vater Staat dazu aus der Hose geleiert werden musste, doch Qualität hat eben seinen Preis und diesen könnte er sich erst recht nicht leisten. 17:10 Uhr werden wir vom Bahnhof Lichtenberg aus loseiern, in einer Draisine, sollten also pünktlich dasein. Freue dich Mark Brandenburg, oh, freue dich!

Heute: Rheinsberg/Mark, Remise am Schloss Rheinsberg, 19:30 Uhr: Reformbühne Heim & Welt (erstes, letztes und einziges Gastspiel auf der 2017’er Welt-Tournee ‚Fresse halten – Jetzt reden wir‘) mit Jakob Hein, Falko Hennig, Heiko Werning und mich

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Poesie zum Träumen (114)

16. Oktober 2017

Schön, wenn man sich aufgrund eines Reimes den Einkaufszettel merken kann

Kirschtomaten

Pflaumenaugust

Birnenstrudel

Apfelmus

Meisenknödel

Mäusespeck

Hühnerauge

Hasenfuß

Tipp für heute: Falls man den Einkaufszettel vergessen hat, einfach das ins Körbchen tun, was die anderen so nehmen.

 

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Hinweis

15. Oktober 2017

Heute sind zwar Niedersachsen-Wahlen, aber Achtung! Die finden nur in Niedersachsen statt und zwar ausschließlich in Niedersachsen! Und auch nur bis 18 Uhr! Es ist also für keinen Berliner oder Berlinbesucher eine Ausrede, zu behaupten, es seien Niedersachsen-Wahlen. Das gildet nicht. Man kann ruhigen Gewissens in die Jägerklause pilgern, wir werden euch mit allem Wichtigen dort versorgen. Grundnahrungsmittel, also Bier (auch alkoholfrei!), Herzenswärme sowie tiefsinnige Erbauung (Quatsch?). Kommt alle, dann ist woanders mehr Platz!

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jürgen Witte, Jakob Hein, Falko Hennig und mich, sowie den fabulösen Superstargästen Sarah Bosetti (Couchpoetos, Radio Eins) und Thomas Franz (ehemaliger Besitzer eines Hamsters, Gitarrero)

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Graffitis, die uns zum Nachdenken anregen (3)

14. Oktober 2017

„Ich bang deine Oma“ steht an der Choriner/Ecke/Lottumstraße in Berlin-Prenzlauer Berg an die Wand gesprayt. So weit, so schlecht. Witzig jedoch immer wieder, wie lediglich zwei Buchstaben eine Aussage fundamental verändern können. Jemand nämlich hat zwischen das „bang“ und das „deine“ noch ein kleines „um“ gekritzelt. Finde ich gut.

Heute: Berlin-Pankow, Zimmer 16, 21 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (neue Texte, alte Schlager, Bier)

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Rheinsberger Tagebuch (17)

10. Oktober 2017

Die Rheinsberger Keramiktage haben die Stadt voll in ihrem Griff. Überall sieht man Keramik. Auf dem Markt, an den Straßenrändern, in den Schaufenstern, selbst unter die vom Sturm herunter gerissenen Äste haben Witzbolde ein paar Keramikgefäße geschoben. Es gibt Keramik in der traditionellen Variante, blau mit weißen Pünktchen, wie sie seit Jahrmillionen in Rheinsberg bereits hergestellt wird, aber durchaus auch moderneres Gerät. Truthahnkassiber mit Diddlmäusen drauf. Tassen mit lustigen Sprüchen. Da Weihnachten vor der Tür steht, habe ich mich entschlossen, meine Arbeit für ein paar Tage ruhen zu lassen. Ziehe nun mit Stadtschreiberhandwagen durch die Gegend um meinen hartverdienten, dennoch kargen (ich weiß, ich sollte nicht klagen, den Menschen in der dritten Welt geht es noch viel schlechter) Stadtschreiberlohn in Holterdiepoltergeschirr umzumünzen. Der Rubel rollt, dies kann man ruhigen Gewissens behaupten. Menschen aus aller Herren Ländern streifen durch die Gassen. Tschetschenen, Phoenizier, Monegassen streifen durch die Gassen, geben säckeweise Geld aus. Da wird der Stadtkämmerer sich aber freudig die Hände reiben und nächstes Jahr ist dann vielleicht sogar dieses köstliche Spaßbad drin. Ansonsten wirft die Karnvalssaison ihren traurigen Schatten voraus. Auch in Rheinsberg gibt es solch einen Club, den RCC, bereits seit 50 Jahren. Er ist also genau so alt wie ich. Was für ein Jammer.

Tipp für heute: Man kann auch ohne Humor lustig sein.

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Die Bahn fährt wieder, also die Eine, von da nach da

8. Oktober 2017

Sturm, Sturm, Sturm und kein Ende. Also, eigentlich ist er ja gar nicht mehr da, der Sturm, aber die Auswirkungen? Es gibt doch nirgendwo mehr ein Gespräch, was sich nicht um die Folgen von ‚Xavier‘ dreht. Meine Tochter ist schon völlig entnervt. Und recht hat sie, weil das Leben geht ja weiter. Muss ja. Wir lernen jemand kennen,  liegen faul im Bett, bis mittags um 6, oder, oder, oder. Schade, würde ich auch ganz gerne mal wieder tun. Geht aber nicht, zumindest heute. Doch darüber sollte ich mal schön froh sein, hätte mein persönlicher Berater im Arbeitsamt damals gesagt. Ach ja, das waren noch Zeiten, als ich einen persönlichen Berater hatte. Schluchz.

Heute: Berlin-Marzahn, IGA-Gelände, Blumentheater, 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr: ‚Unkraut versteht sich‘ (Ahne liest, singt und trinkt – dreimal eine halbe Stunde auf der Internationalen Gartenausstellung)

und danach

Berlin-Friedrichshain, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Heiko Werning, Falko Hennig und mich, sowie den sturmerprobten Superstargästen Uli Hannemann (L.S.D. – Liebe statt Drogen) und Berlinska Droha (polnisch-sorbisches Hit-Duo)

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Rheinsberger Tagebuch (16)

6. Oktober 2017

Normalerweise endet meine Zeit als Rheinsberger Stadtschreiber ja am letzten Tage im November, mit einer von Höhenfeuerwerk begleiteten Abschiedslesung in der Remise des Schlosses. Es wird Sekt gereicht. Mittlerweile aber bin ich mir dessen gar nicht mehr so sicher. Denn, was Sturmtief Xavier (ist das eigentlich nach diesem unbequemen Bürgerrechtler, der auch als Schlagersänger arbeitet, benannt worden?) mit den Bahnlinien der Region anrichtete, ist, zumindest von meiner Seite aus, noch gar nicht abzuschätzen. Rings um das Schloss zumindest wurden etliche Bäume entwurzelt, Äste brachen ab, Bauzäune flogen durch die Gegend. Inspirierend für einen Tintenkleckser im sicheren Kämmerlein, selbstverständlich, der blanke Horror aber für im Freien befindliche und die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsdiensten. Pausenlos schallten den ganzen Abend die Sirenen durch die Stadt. Selbst alte W50-Feuerwehren hatte man entmottet. Eine Stunde bevor es so richtig los ging mit dem Sturm, schrieb mir noch die Rheinsberger Försterin, sie hätte jetzt die Schnauze voll vom Bürotag, ob wir uns nicht treffen wollten, um gemeinsam durch den Wald zu streifen. Ich solle schnell auf ihre Mail antworten. Glücklicherweise bin ich arg langsam und las die Frage erst, als vor meinem Fenster ein Karwenzmann von einer Buche umkippte, zwar nicht in meine Richtung, trotzdem. Da war ich schon ein wenig beeindruckt und beschloss die Einladung unter einem fadenscheinigen Vorwand auszuschlagen. Ich müsse noch ein bahnbrechendes Werk schreiben, irgend sowas.

Tipp für heute: Auch kurz nach einem Sturm kann im Wald noch einiges Holz von oben herab regnen.

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Poesie zum Träumen (113)

2. Oktober 2017

Die schwierigsten Aufgaben werden im Schlaf erledigt

Läutet früh das Telefon

bist du nicht zugegen

hast im Traumland schwer zu tun

faul etwa? von wegen!

Heute: Berlin, Frannz-Klub, 20 Uhr: Tiere streicheln Menschen mit Gotti, Sven van Thom und mich als Gast

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10 Gründe warum man Deutschland lieben sollte

1. Oktober 2017
  1. Die eine Tante wurde hier geboren.
  2. Die Autos sind sehr gut, mit tollen Verbrennungsmotoren.
  3. Die Menschen sind alle sehr gut.
  4. Linksdrehender Joghurt.
  5. Im Sommer ist es nicht immer so dolle heiß.
  6. Es gibt schlimmeres als Helene Fischer, zum Beispiel Lepra.
  7. Die Werkzeugmaschinen sind alle sehr gut.
  8. Deutschland ist der einzige, der sich auch mal mit den dunklen Schattenseitenkapiteln seiner Geschichte.. und das reicht ja jetzt vielleicht auch langsam mal.
  9. Die Autos sind sehr gut, kann man nicht oft genug sagen.
  10. Sieg! Sieg! Sieg!

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Falko Hennig und Jürgen Witte (ick muss mir leida um die Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik kümman) sowie den erstaunlichen Superstargästen Andreas Albrecht (Pop) und Eva Mirasol (Rakete 2000)

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