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Freude

13. Dezember 2018

Juchhu! Ich habe ein neues Lied geschrieben. Endlich mal wieder. Ich weiß nicht, wie es andere Leute fertig bringen, jede Woche vier oder neun neue Lieder zu Papier zu bringen und dann auch noch gute, Doc Schoko oder Sebastian Krämer, vielleicht haben die ja Geheimdrogen? Okay? Will ich gar nicht. Hab sowieso schon genug mit meinem horrenden Gewürzspekulatius-Verbrauch zu tun. Da war ich neulich in der Kaufhalle und da hatten sie keine. Da hab ich richtig das Zittern gekriegt. Man, bin ich da durch Berlin geirrt. Keine Sorge, ich habe welche bekommen. Doch darum geht es in dem neuen Lied überhaupt nicht. Wahnsinn, ich bin so aufgeregt. Wollte es ja erst als Metal-Version singen, also Metal ohne Begleitung, A-Capella-Metal, doch schwierich, schwierich. Vor allem bei dem Thema. Na gut, Premiere is heute. In Friedrichshagen.

Heute: Berlin-Friedrichshagen, Rathaus Friedrichshagen, 20 Uhr: ’50 Jahre Brot‘ (Ahne liest, singt und trinkt) neue Texte, neue (!) und alte Schlager, Bier

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Schmückt unsere Züge endlich wieder mit dem Kreuz!

9. Dezember 2018

Bisher habe ich ja immer nur müde gelächelt, wenn mir so ein besorgter Bürger weismachen wollte, unsere christlichen Traditionen seien in Gefahr, unsere Kultur werde schleichend zerstört. Doch vorgestern, auf der Schulweihnachtsfeier unserer Tochter präsentierte mir ein dort anwesender Vater das neue Vereinswappen von Real Madrid (spanische Fußballmannschaft). Da fehlte plötzlich, nach dem Kauf des Vereines durch eine katarische Staatsfirma, das Kreuz oben auf dem Wappen, unser christliches Kreuz! Es war ganz deutlich zu sehen im Internet, vorher, nachher. Schlimm. Aber selbst da wollte ich noch beschwichtigen, ach, halb so wild, der BFC musste schließlich sein gesamtes Wappen ändern, wegen der Stasi oder den Hells Angels, kommt eben vor, doch heute morgen ging ich dann bei unserem vietnamesischen Gemüsehändler vorbei und was lag da in seinen Auslagen? Adventskränze. So weit so okay, doch auf diesen Adventskränzen prangten drei (in Zahlen 3!) Kerzen drauf. Unglaublich, oder?! Jetzt hört doch wirklich alles auf! Wenn das der Odin wüsste.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Heiko Werning, Jürgen Witte, Gott, Falko Hennig und mich, sowie den schönsten Superstargästen der Galaxis Annemieke Hendricks (Niederlande) und Esels Alptraum (antikapitalistisches Jodelduo)

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Strohfeuer

8. Dezember 2018

Gestern habe ich mal kurz reingeschaltet, auf Phoenix, wo sie diesen Sonderparteitag der CDU übertrugen, weil ich es einfach phantastisch finde, dass in dieser letzten verbliebenen Volkspartei des Universums zum ersten Mal Demokratie Einzug gehalten hat. Drei Kandidatinnen, toll! Und alle haben sich lieb, prima! Ich glaube, ich werde meinen Urgroßeltern vorschlagen, die zu wählen. Na, jedenfalls sprach, als ich einschaltete, gerade ein Herr aus Ravensburg, aus dem Südwesten der Bundesrepublik, der klipp und klar feststellte: „Wenn nicht in den letzten Jahren Millionen deutsche Kinder abgetrieben worden wären, bräuchten wir heute auch keine Einwanderung aus kulturfernen Kreisen.“ Ja, ja. Der Mann hieß übrigens nicht Björn Höcke. Es war ein anderer. Ein in der CDU verbliebener Rechtsradikaler. Ich musste dann leider wieder ausmachen, da eine Weihnachtsfeier in der Schule meiner Tochter anstand (hab ich bei Lidl schnell noch drei Packungen Gewürzspekulatius für gekauft). Wer hat jetzt eigentlich gewonnen? Die Eine mit der Brille? Der Andere mit den Falten? Oder der ohne Falten aber mit Brille?

Heute: Berlin, Kalkscheune, 20 Uhr: ‚Die schöne Party‘ mit circa 23:30 Uhr einem Slam moderiert von Sarah Bosetti und Daniel Hoth, wo u.a. ick ooch mir zun Fraß vorwerfe

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Bandname der Woche

6. Dezember 2018

‚Greifen Sie kurz zu hier ist Toni Herr Martini und ihre wunderbare Traumfrau Ute‘

Geeignet für: Musik

Heute: Berlin-Friedrichshain, Zukunft am Ostkreuz, 19:30 Uhr: Leselampe – „Glockenklangflockenfang“, Ahne liest und singt, Almost Charly spielt (so abwechselnd)

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Hilfe für den politischen Gegner (so binnick!)

2. Dezember 2018

Kleiner Tipp an die ganzen Knalltüten, die sich jetzt um den Vorsitz in der CDU mit „konservativen“ Ideen a la „Überdenken des Asylrechts“, „Wiederabschaffung der Homo-Ehe“ oder „Aktien als Rentenvorsorge“ zu überbieten versuchen. Wie wäre es mit weniger gefährlichen konservativen Äußerungen, die Stimmung machen, aber den Menschen nicht wirklich Schaden zufügen? Beispiele? Lauthals verkünden, dass mit einem selbst als CDU-Vorsitzender es niemals eine Steuer auf Gartenzwerge geben werde. Offenbaren, man möge persönlich lieber Frauen mit langen Haaren und Männer mit kurzen. Damit werben, dass man seit mehr als 30 Jahren früh wie ein Kaiser, mittags wie ein Edelmann und abends wie ein Bettler speise. Man könnte für die Rückkehr zur guten alten Pferdekutsche plädieren, statt dieser neumodischen Autos und Mütter und Väter auffordern, sich keine Tattoos mehr stechen zu lassen, weil das irgendwie nicht aussehe. Dies alles hätte auch den Vorteil, dass man nicht unbedingt sein Gesicht verlöre, falls man tatsächlich mal an die Macht käme und seine „konservativen“ Ansichten dann über Bord würfe. Den Kram nämlich vergisst man schnell wieder.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Heiko Werning, Jürgen Witte, Gott, Falko Hennig und mich, sowie den unkonservativsten Superstargästen aller Zeiten Clint Lukas (Erfolgsschriftsteller) und Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot (Tanzorchester mit politischem Anspruch)

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Auf den letzten Drücker

30. November 2018

Die AfD-Jugendorganisation, deren Name genau so lautet, wie die Billigmarke bei der Kaufhallengruppe REWE, hat sich aufgrund drohender Beobachtung durch den Verfassungsschutz neue Verhaltensmaßregeln auferlegt. Dazu gehören, dass man die erste Strophe des Deutschland-Liedes künftig nicht mehr ganz so deutlich singen wolle, damit dies nicht missverstanden werden könne. Außerdem sollten rassistische, sexistische und faschistische Posts ab sofort grundsätzlich nur noch in internen Netzwerken „veröffentlicht“ werden. Des Weiteren verpflichten sich die ‚Jungen Alternativen‘ dreimal am Tag ihre Hände zu waschen (früh und abends auch unter den Achseln!), zur Begrüßung „Guten Tag“ zu sagen, älteren PG’s einen Stuhl anzubieten und statt Weizenmehl nur noch gutes, deutsches Schwarzbrot zu essen. Man wolle auf die Eltern hören, sich gepflegt kleiden und das Popeln in der Nase unterlassen. Wer demnächst Kaugummis unter Tischkanten klebe, werde mit einem Verachtungsbann belegt und aus der Jugendorganisation ausgeschlossen.

Tipp für heute: Kaugummis unter Tischkanten kleben.

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Ich hatte sie gewarnt

28. November 2018

Gut. Da sich die beiden immer noch nicht vertragen haben, muss ich nun scheinbar was tun. Ich habe mich deswegen entschieden mit Poroschenko und Putin am Wochenende einen Ausflug zu unternehmen, in den Wald. Da können sie mal so richtig schön mit Stöckern im Erdboden wühlen und dabei ihre ganze Aggressivität raus lassen. Vielleicht zeige ich ihnen auch Kugelstoßen mit Feldsteinen, Krampfen oder Schreien, so lange und so laut man kann. Ich bin am Überlegen, einen Abenteuerpfad auszutüfteln, irgendwie muss man die beiden Rangen doch schlapp gespielt bekommen. Erst dann kann man wahrscheinlich wieder mit ihnen reden und vielleicht sehen ja dann auch ein, was sie falsch gemacht haben.

Heute: Greifswald, Koeppen-Haus, 20 Uhr: ‚Rache! – Ein Kriminalmusical‘ mit und von Mareike Hube, Sedlmeir und Ahne

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Aba zack zack

27. November 2018

Hiermit fordere ich Russland und die Ukraine auf, den janzen Quatsch ma schleunigst sein zu lassen und euch zu vertragen. Wat solln dit?! Ey, meint ihr, man hätte nüscht andrit zu tun, als andauahnd hier diplomatisch uff euch einzuwürken? Icke, zun Beispiel, ja, ick muss heute nach Rostock und morgen nach Greifswald, aba nich etwa, um mir da die Eia zu schaukiln, nee, sondan wegen Abeit, vastehta? Abeit! Dit is die Geißil der Menschheit. So. Also jebt euch jetz jefällichst die Hände und dit wat vorher den andan jehört habt jebta ooch zurück und denn, sagick ma, Peace, wa? Denn krichta nämich ooch zwee Freikarten. Und damitta wisst, worums übahaupt jeht, hier so ’ne Aht Interview, mit die Ostsee-Zeitung. Ach, geht nich, also hier dit Interview zu zeigen, na, ooch ejal.

Heute: Rostock, Peter-Weiß-Haus, 20 Uhr: ‚Rache! – Ein Kriminalmusical‘ von und mit Mareike Hube, Sedlmeir und Ahne

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Das ist Demokratie, langweilig wird sie nie (danke, Andreas Dorau, für diese schöne Liedzeile)

25. November 2018

Die Schweizerinnen stimmen heute darüber ab, ob Schweizer Recht künftig über Internationalem Recht stehen sollte und ob eine Kuh ihre Hörner behalten darf und noch über was Drittes, was ich nicht so richtig verstanden habe, irgendwas mit Sozialrecht. Ersteres macht mir Sorge, denn ich denke, das läuft auf größere Abschottung (die armen Schotten können bestimmt nichts dafür, dass ihr Name für jenes schlimme Wort missbraucht wurde) hinaus, Streichung des Asylrechtes oder so. Vielleicht aber auch im Interesse der Großbanken, wegen des einstmals speziellen Schweizer Bankgeheimnisses? Zweiteres würde ich befürworten und dies, obwohl ich gehörigen Respekt vor einer gehörnten Kuh habe, um nicht zu sagen Schiss. Aber vielleicht sollten wir unsere Sicherheitsaspekte mal hinten an stellen und auch das Gewinnstreben, denn das versteckt sich meiner Meinung nach hinter der Aussage, die Tiere würden sich mit ihren Hörnern gegenseitig verletzen. Kommt sicher vor, wenn die Ställe zu klein sind, aber folgten wir dieser Argumentation, könnten wir auch gleich noch deren Zähne und Hufe wegzüchten, ausreißen oder abfeilen. Räusper, räusper. Zum Dritten habe ich keine Meinung, weil ich, wie erwähnt, nicht weiß um was es geht. Und wenn ihr mich nun fragen solltet, ob ich generell Volksabstimmungen begrüße, äh.., unentschieden.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Heiko Werning, Falko Hennig, Jürgen Witte, Gott und mich, sowie den exzellenten Superstargästen Frollein (Sängerin und Liederschreiberin) und Maik Martschinkowsky (Lesedüne)

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Kauf-Nix-Tag

24. November 2018

Na, das haben sich konsumkritische Initiativen ja prima ausgedacht. Dass sie in Europa den Kauf-Nix-Tag, wo man 24 Stunden rund um die Uhr mal auf jeglichen Konsum verzichten solle, ausgerechnet auf den vierten Sonnabend im November gelegt haben, genau einen Tag also nach jenem Schwarzen Freitag, der zur massenhaften Schnäppchenjagd in die Kaufhäuser einlädt. Da tragen die Leute an einem Tag ihr ganzes Geld in die Läden und können sich am nächsten dann schön ausruhen und dies auch noch mit einem guten Gewissen, denn sie haben sich ja am Kauf-Nix-Tag beteiligt. Wen übrigens Entzugserscheinungen plagen, lasst doch einfach jemand anderen für euch im Internet was bestellen, irgend einen Kram. Ich geh jetzt in die Kaufhalle.

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen spezial, Buchpremiere: ‚Mit euch möchten wir alt werden – 30 Jahre Berliner Lesebühnen‘ mit Kirsten Fuchs, Dan Richter, Spider, Daniela Böhle, Daniel Hoth, Andreas Scheffler, Heiko Werning, Volker Surmann, Sarah Bosetti, Noah Klaus, Nils Heinrich und mich

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