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Wider den dummen Zeitgeist

23. Februar 2018

‚Lieblingsgast mit Brause‘ heißt nun mal eben nicht, dass man dort als Gast Brause trinken muss, ganz im Gegenteil, die Nussbreite ist eine Kneipe, die mit ihrem tollen Nusslikör wirbt, von welchem ich aber ebenso Abstand halten will. Ick bleib bei Bier, janz konservativ, wie man mir kennt. Volkstümlich eben. Nein, der Name der Veranstaltung rührt lediglich daher, dass die Brauseboys die Nussbreite oft als Ausweichstandort nutzen, wenn ihr Zuhause, das La Luz mal wieder aus monetären Gründen die Bühne anderweitig vergeben hat. Und deshalb solidarisieren sie sich jetzt auch mit der Nussbreite, welche leider nicht als einziger Veranstaltungsort in Berlin und weltweit darunter zu leiden hat, dass neu hinzu gezogene Wohnungseigentümer meinen, die Stadt gehöre ihnen und Justiz und Polizei bemühen um vehement ihre Ruhe einzufordern. Keine Musik darf mehr gemacht werden, in der Nussbreite. Na, mal sehen. Dit Singen lass ick mir heute jedenfalls nich vabieten!

Heute: Berlin-Wedding, Nussbreite, 20:30 Uhr: ‚Lieblingsgast mit Brause‘ Heiko Werning und sein Gast Ahne lesen, singen und trinken

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Einfache Wahrheiten

22. Februar 2018

Über manches, was er so äußert, kann man ja geteilter Meinung sein, allerdings hat Donald Trump nicht vollkommen recht, wenn er nach dem Amoklauf eines Schülers vorschlägt, man könnte darüber nachdenken die Lehrer zu bewaffnen? Warum aber, Herr Trump, nur die Lehrer? Sollte man nicht auch Busfahrer bewaffnen, Briefträgerinnen, Kassiererinnen, Friseurinnen? Oder Polizisten? Ach, die sind bereits bewaffnet? Die erschießen sogar ab und zu mal jemanden? Na, wird schon die Richtigen treffen (oder getroffen haben). Waidmanns Heil.

Tipp für heute: Immer auf der Hut sein.

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Ausrüstungskrise bei der kämpfenden Truppe

20. Februar 2018

Ich habe mich heute dazu entschlossen, meine langen Unterhosen der Bundeswehr zu spenden. Panzer habe ich leider keine.

Tipp für heute: Nach auszumusternden dicken Socken im Schrank suchen.

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Zur Vernunft gekommen

18. Februar 2018

Die britische Premierministerin Vanessa May stellte in einem Interview mit der ARD klar: „Wir verlassen die EU, nicht Europa“. Puh, da atmen aber viele Menschen auf. Weltweit! Denn es wäre ja schon ein sicherlich riskantes geologisches Experiment eine derart große Insel aus Europa heraus zu brechen und werweißwohin zu verschieben. Nach Afrika, Amerika oder gar zum Mond!

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jakob Hein, Jürgen Witte, mich und Gott, sowie den kategorisch unterforderten Superstargästen Jana Berwig & Masataka Koduka (Oberlausitz/Japan) und Jochen Reinecke (Berlin)

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Eine positive Nachricht

16. Februar 2018

Deniz Yücel ist frei. Endlich!

Tipp für heute: Auch die anderen unter absurden Vorwänden Inhaftierten frei lassen.

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Niedlich

15. Februar 2018

Unheimlich gespannt bin ich, was Heiko Werning am Sonntag bei der Reformbühne zu den neuen Höchstleistungen sagen wird, die seine Schützlinge, Heiko ist doch Reptilienexperte und -züchter, im Iran derzeit erbringen. Der ehemalige iranische Armeechef Hassan Firusabadi gab nämlich laut der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag bekannt, dass der Westen Eidechsen und Chamäleone (gefällt mir besser als Chamäleons) in seinem Land einsetzt, die „atomare Wellen anziehen“ könnten. Somit wären die wechselwarmen Gesellen in der Lage Atomanlagen des Landes auszuspähen. Feige, werden manche motzen, aber wenn man weiß, und niemand weiß das so gut wie Heiko, wie gerne Reptilien „atomare Wellen“ anziehen, dies macht denen regelrecht Spaß, dann kann man da eigentlich niemandem böse sein, meine Meinung. Ich verbringe heute übrigens acht Stunden im Zug und morgen auch wieder. Hurra!

Heute: Zürich/Sui, Rote Fabrik (Ziegel Oh Lac), 21 Uhr: ‚Schockstarre Zukunft‘ (Ahne liest, singt und trinkt)

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Poesie zum Träumen (118)

11. Februar 2018

Mainzer Impression

Auf einem Lindenbaum,

vor meinem Balkon,

zwei Turteltäubchen hielten sich in ihrem Arm,

auf einem Lindenbaum,

vor meinem Balkon,

zwei Turteltäubchen hielten sich in ihrem Arm,

und knallt es auch und brüllt

und tropft des nachts der Regen,

es schimpft der Lektor vehement:

„Vögel haben Flügel!“

Auf einem Lindenbaum,

vor meinem Balkon,

zwei Turteltäubchen hielten sich in ihrem Arm.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jürgen Witte, Heiko Werning, Jakob Hein, mich und Gott, sowie den vorbildlich legeren Superstargästen Christian Gottschalk (Kölner Anti-Karnevalist) und Auge.Blau (Berliner Gassenhauer)

 

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Münchner Impressionen

10. Februar 2018

An einem Aufsteller liegt die Abendzeitung aus. Sie titelt zum 20. Todestag des österreichischen Sängers Falco: „So haben sie ihn noch nie gesehen“. Grabschändung? Direkt daneben am Josephsplatz befindet sich ein Campingwagen vom Egeler Hof, welcher Bio-Spezialitäten offeriert. Auf einer Tafel steht geschrieben: „Egeler ’s Tomatensauce, großes oder kleines Glas, fix und fertig zubereitet!“ Fix und fertig? Donnerwetter! Ist allerdings dienstagmorgens um 9 Uhr noch geschlossen. Hätte ein Glas genommen, denn wo bekommt man schon mal Sachen, die fix und fertig zubereitet sind? Geöffnet hat die Buchhandlung gegenüber. Im Schaufenster zu sehen, ein Bildband mit dem Titel: „Frauen mit Seil“. Sicher auch interessant.

Heute: Brandenburg/Havel, Fontane-Klub, 20 Uhr: ‚Schockstarre Zukunft‘ (Ahne liest, singt und trinkt) neue Texte, alte Schlager, Bier

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Was man nach 50 Jahren auf der Bühne manchmal vermisst

5. Februar 2018
  1. lange Haare
  2. die Möglichkeit, einfach mal an die Börse zu gehen
  3. Konsum-Jeans
  4. die eine Platte von Hansaplast, die mit dem Strickmuster
  5. Schnee zum Rodeln
  6. eine Wand zum Festhalten
  7. Monotonie in der Südsee
  8. Außerirdische
  9. ein Bett
  10. die Müllabfuhr

Heute: München, Seidl-Villa, 20 Uhr: Poetry & Parade mit Frank Klötgen und Jaromir Konecny sowie Katinka Buddenkotte, Felix Kladen und mich als Gästen

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Manchma isses andas, als man denkt

4. Februar 2018

„Musste durch als Lurch, wenn de ’n Frosch werden willst“ sprach ein biertrinkender Hertha-Fan älterer Bauart am Sonnabend-Vormittag auf dem Bahnsteig in Belzig (am Schalter der Deutschen Bahn musst du Bad Belzig sagen um eine Fahrkarte zu bekommen) vor sich hin und prostete mir anschließend zu. Ich wies ihn nicht auf die offensichtliche biologische Schieflage seiner Feststellung hin, weil ich annahm, er sei sowieso nicht an einem Wissenszuwachs in jener Hinsicht interessiert, außerdem hatte es angefangen leicht zu schneien und das hob meine Laune und senkte die Bereitschaft, mich in rhetorische Konfrontationen zu begeben. Ich baute in Gedanken einen Schneemann, dann kam der Zug. Ich stieg ein und drinnen waren sämtliche Sitzplätze von Fröschen besetzt. Hertha-Frösche?

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Jürgen Witte und mich, sowie den außerordentlich gut gepflegten Superstargästen Spider (L.S.D. – Liebe statt Drogen) und Lüül (Ashra Temple, Agitation Free, 17 Hippies)

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